Dialogforum zum Fernbahntunnel Frankfurt: Fünf Varianten für Station unter dem Hauptbahnhof in Prüfung
Auf der heutigen vierten Sitzung des Dialogforums hat die Deutsche Bahn (DB) den Vertretenden aus Politik, Wirtschaft und Verbänden die aktuellen Planungsstände zum künftigen Fernbahntunnel Frankfurt und insbesondere für den zukünftigen unterirdischen Bahnhof vorgestellt. Die DB plant, in Ergänzung des Frankfurter Hauptbahnhofs eine zusätzliche Tiefstation zu errichten. Züge des Fernverkehrs, die aktuell in den bestehenden Kopfbahnhof einfahren und wenden müssen, sollen künftig an dieser Station halten und im Fernbahntunnel weiterfahren. Damit ergeben sich im Hauptbahnhof Kapazitäten, die vor allem für das Angebot im ÖPNV zur Verfügung stehen. Reisende profitieren insgesamt von mehr und pünktlicheren Zügen.
„Die Planungen für die ergänzende Station sind äußerst komplex. Wir wollen für die Reisenden und die Menschen hier in Frankfurt eine Lösung entwickeln, die ausreichend Platz für das künftige Zugaufkommen schafft. Wichtig ist, dass die Fahrgäste schnell und komfortabel umsteigen und sich leicht orientieren können. Die neue Station soll sich zudem gut in den Hauptbahnhof und seine Umgebung integrieren. Gleichzeitig wollen wir Eingriffe in den Betrieb, in das Bestandsgebäude und die Umgebung während der Bauzeit möglichst geringhalten – das alles unter Berücksichtigung des vorgegebenen Kostenrahmens“, erklärte Dr. Alexander Nolte, Gesamtprojektleiter für den Fernbahntunnel Frankfurt, auf der Sitzung.
Vor diesem Hintergrund hat die DB fünf unterschiedliche Stationskonzepte entwickelt, die sich bei Position, Bauweise sowie Anbindung an das bestehende Bahnhofsgebäude und das städtische Umfeld unterscheiden. Die Varianten werden in den kommenden Monaten alle gleichermaßen weiter ausgearbeitet und bewertet. Dabei prüft die DB insbesondere, welche der Stationskonzepte die beste Balance zwischen den vielfältigen Anforderungen herstellen.
Die Mitglieder des Dialogforums diskutierten die Vor- und Nachteile der vorgestellten Stationskonzepte. Einigkeit besteht darin, dass eine zukunftsfähige Lösung für die unterirdische Station gefunden werden muss, die im späteren Betrieb bestmöglich die Belange der Fahrgäste berücksichtigt. Zugleich sollen auch die Einschränkungen und Eingriffe während der Bauzeit möglichst gering ausfallen. Es wird unterstrichen, dass dafür eine möglichst objektive und sachliche Abwägung zwischen den Vor- und Nachteilen der Stationstypen in den kommenden Schritten erfolgen müsse. Dies sagte die Deutsche Bahn auf der Sitzung zu.
Auf der Sitzung kündigte die DB einen Vertiefungstermin im Mai mit den Mitgliedern des Dialogforums an. Dabei soll es um die Vorschläge und Ideen gehen, die bislang zum Projekt Fernbahntunnel Frankfurt bei der DB eingegangen sind.
Die fünfte reguläre Sitzung des Dialogforums soll im November stattfinden. Im Fokus werden dann der westliche Bereich des Hauptbahnhofs und die Anschlüsse der Bestandsstrecken an die unterirdische Station und an den Fernbahntunnel stehen.
Foto: DB InfraGO AG